Regulation des Nervensystems

Oft merken wir gar nicht, wie wir während stressiger Lebensphasen den Zugang zu unseren Körpersignalen verlieren und ungünstige Stressmuster entwickeln. Manchmal stockt uns der Atem, wir kommen nicht mehr heraus aus der Gedankenspirale und fühlen uns emotional permanent „unsicher“ und in Alarmbereitschaft. Konzentrationsmangel, Gereiztheit, Erschöpfung und Schlafprobleme sind oft Folge eines solch unbewusst entstandenen Stressmusters. Kann ich Körperwahrnehmung neu erlernen? Wie gelingt es mir, in stressigen Phasen Ruhe und Konzentration zu bewahren? Und wie kann ich dann in Ruhephasen bewusster „abschalten“? Wie komme ich aus meinem Grübeln heraus? Gibt es Wege, wie ich meinem Nervensystem Sicherheit und Ruhe vermitteln kann? Diesen und anderen Fragen gehen wir in diesem Präventionskurs nach.

Im Vordergrund steht die Regulation des Nervensystems und Förderung der Stressbewältigungskompetenzen unter Betrachtung des Wechselspiels zwischen Körper, Gedanken und Emotionen (z.B. der Zusammenhang von innerer Unruhe, Overthinking und ständiger Muskelanspannung). Eingesetzt werden Körperwahrnehmungstechniken (Grounding, Bodyscan, Pendulation), Atembeobachtung, ruhige Bewegung (z.B. Qi Gong), sanfte Muskelspannungsregulation (Pandiculation, Progressive Muskelentspannung), Fingerklopfübungen zur Beruhigung (Butterfly Hug) und Imaginationstechniken (ähnlich dem Autogenen Training). Kognitive Strategien fokussieren die Entschärfung stressverstärkender Denkmuster und die Förderung emotionaler Regulation. Das Training ist genauso für Personen geeignet, die keine Stressreaktionen aufzeigen, sondern präventiv eine Bewältigungsgrundlage für stressige Lebensphasen schaffen möchten. Es geht nicht um die Verarbeitung von Traumata.


Die beschriebenen Übungen lassen sich auch unter dem Begriff „somatische Übungen“ zusammenfassen. Es sind sanfte, achtsame Bewegungsformen, das Körperbewusstsein zu verbessern, Verspannungen zu lösen und das Nervensystem zu beruhigen. Denn oftmals geht es dem Körper zu schnell, wenn wir nach einem anstrengenden Tag sofort auf der Couch sitzen oder liegen. Die Gedanken können einfach nicht abschalten. Sanfte Bewegung kann einen besseren Übergang von Stress zur Ruhe schaffen.

Der Begriff der „somatischen Übungen“ wurde in den 1970er-Jahren maßgeblich durch den amerikanischen Philosophieprofessor Thomas Hanna geprägt. Er entwickelte ein Konzept, um die Kommunikation zwischen Körper und Gehirn zu verbessern. Er war Schüler von Moshé Feldenkrais, dessen beliebte Methode langsame Bewegungen nutzt, um neuronale Strukturen neu zu organisieren.


  • Förderung einer achtsamen Körperwahrnehmung
  • Unterstützung bei der Unterbrechung automatisierter Stressreaktionen
  • Senkung des allgemeinen Erregungsniveaus
  • Verbesserung der Emotionsregulation
  • Aktivierung parasympathischer Prozesse im Nervensystem
  • Reduktion muskulärer Anspannung
  • Verbesserung der Mobilität und Körperhaltung
  • Förderung erholsamen Schlafes
  • Stärkung der Selbstwirksamkeit
  • Steigerung von Glücksgefühl, Zufriedenheit, Lebensqualität und Verbundenheit. 
  • Reduzierung von Stress und Grübeleien

Regulation des Nervensystems mit Zuschuss der Krankenkasse:

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