Über Stress und Blockaden

Was ist Stress?

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet Stress „eine der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts“. So verwundert es auch nicht, dass Stress und Stressbewältigung inzwischen einen derart durchdringenden Eingang in die Alltagssprache gefunden haben, wie wohl nur wenige Begriffe aus der Wissenschaft. Stress am Arbeitsplatz, Stress in der Schule und sogar im Kindergarten. Leistungs-, Beziehungs- und Freizeitstress bis hin zum Stress im Krankenhaus, im Straßenverkehr und selbst im Urlaub.

Aktuell leidet mehr als jeder zweite Deutsche häufig oder dauerhaft an Muskelverspannungen oder Rückenschmerzen. Ein Drittel fühlt sich gestresst und ausgebrannt. Fast ebenso viele leiden unter Schlafstö­rungen. Hinzu kommen Kopfschmerzen, Migräne, Nervosität, Gereiztheit oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck. Depressionen sowie Magen- oder Atembeschwerden werden ebenfalls genannt. Oft haben die aufgezählten Beschwerden einen klaren Zusammenhang mit Stress.

Auffällig ist, dass vor allem die junge Generation einen Anstieg ihres persönlichen Stresslevels beklagt. Kinder und Jugendliche haben oft das Gefühl, für Dinge, die Spaß machen, keine Zeit zu haben. Der zunehmende Zeit- und Leistungsdruck kann langfristig zu Lern- und Verhaltensauffälligkeiten führen.


Woher kommt Stress?

Heutzutage gibt es kaum noch Rückzugsmomente. In unserer westlichen Welt leben wir in einer Dauerbeschallung, die langfristig krank machen kann. Die Konsumorientierung ist mit einer kontinuierlichen Unzufriedenheit verbunden – wir streben nach immer noch mehr. Ununterbrochene Erreichbarkeit wird vorausgesetzt.

Der technologische Fortschritt richtet den Fokus weg von körperlichen Tätigkeiten hin zu einer Wissensgesellschaft. Die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen hängt immer stärker vom Humankapital ab und hat somit Auswirkungen auf das Bildungssystem. Die Folge: Eine „Ausbildung“ oder ein „Abschluss“, der für ein gesamtes Berufsleben qualifiziert, reichen heute nicht mehr aus. Wer in der Arbeitswelt bestehen will, muss sich Lernbereitschaft bis ins hohe Alter bewahren.

Bereits Grundschülern ist der Druck bewusst, den der Übertritt in die weiterführende Schule mit sich bringt. Später stehen die Jugendlichen vor den Herausforderungen der Abschlussprüfungen, um einen guten Ausbildungsplatz/Studienplatz zu bekommen. Zusätzlich führen Medien erfolgreiche Prominente und Jungmanager vor. Die Jugendlichen geraten zunehmend in Stress, den hohen Anforderungen durch Medien, Schule, Eltern und Freunde erfolgreich gerecht zu werden.

Körper und Geist sehnen sich irgendwann nach Ausgleich – stille Zeiten und Entspannungsphasen, die viel zu kurz kommen und die wir oftmals neu erlernen müssen, weil wir bereits an unser Anspannungs- und Stresslevel gewöhnt sind.


Was kann Stressbewältigung tun?

Äußere auf uns einwirkende Stressoren lassen sich nicht ausschalten, jedoch können wir effektive Strategien der Stressbewältigung erlernen, mit Stressoren besser umzugehen. Dies führt wiederum dazu, die eigenen Stressreaktionen und -leiden zu reduzieren und dauerhaft angemessene Ressourcen für den Ausgleich zu entwickeln. Ebenso wichtig ist es, frühzeitig über Stress aufzuklären, damit alarmierende Symptome präventiv wahrgenommen werden können, um Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Verschaffen Sie sich gern einen Überblick über meine Angebote für Erwachsene sowie für Kinder und Jugendliche.

Alle Angebote dienen der Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung und sind unabhängig von religiösen, konfessionellen, philosophischen, esoterischen oder politisch geprägten Weltanschauungen.